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Kurze Schlemmertour nach Rom


Text & Bild: Eva Maria Koch

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Von Campo de‘ Fiori zum jüdischen Viertel: Eine kleine kulinarische Tour ins Herz der Ewigen Stadt – mit leckerer und preiswertiger Küche.

Italienische Feinkost ohne Ende entdeckt man am berühmten Campo de’Fiori, wo das lebhaftes Slow-Food-Markttreiben täglich bis um zwei Uhr nachmittags stattfindet. Aber auch in den Lebensmittelläden um die Piazza ist das gastronomische Angebot vom allerfeinsten. Im traditionsreichen Familienbetrieb Ruggeri wird unter anderem frische, butterzarte mozzarella di bufala (Büffelmozzarella) angeboten: Hat man sie einmal gekostet, kauft man sie nie wieder im deutschen Supermarkt. „Im Kühlschrank verliert Mozzarella Saft und wird gummiartig,“ wird mir erklärt. Ich probiere auch ein Stück Pecorino romano, einen würzigen Schafskäse, und eine Scheibe salame romano. Hier könnte man sich stundenlang durch die Delikatessen probieren, denn der Feinkostenladen bietet alles – und das zu moderaten Preisen. Vorbei an einem Laden, wo es gebratenen Stockfisch auf die Hand gibt, geht’s durch bunte römische Altstadtgässchen zum „Forno Campo de‘ Fiori“. In dieser Bäckerei werden die feinsten römisch-italienischen Backwaren gebacken – im Minutentakt wird frisch gebackene Pizza in Streifen auf den Ladentisch gelegt, zum Mitnehmen oder dort auch gleich zum Essen: Die Stücke werden wunschgemäß geschnitten!

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Supplì und gelato
Von hier bis zum jüdischen Viertel ist es nicht weit. Dort wurde mir ein unscheinbarer, fast schäbig wirkender und sehr preiswerter Pizzaladen direkt vor dem jüdischen Gymnasium empfohlen. Unter den Sonnenschirmen der Pizzeria nehme ich Platz und lasse mir Suppli (gebratene Reiskroketten) und kross frittierte Artischocken mit einem kühlen Weißwein servieren: Nicht sehr fein, aber sehr lecker! Koschere Restaurants gibt es selbstverständlich auch eines neben dem anderen. Was wäre aber ein Italienbesuch ohne Gelato-Genuss? Wo in Rom die beste Gelateria ist, streiten sich die Naschkatzen. Die einen sagen, dass man das beste Eis am Fontana di Trevi bekommt; die anderen erklären den „Punto Gelato“ in der Straße Via dei Pettinari 43 zum Mittelpunkt der Gelato-Welt. Hier sind die Eissorten nach Zutaten getrennt: mit Eiern und Milch, nur mit Milch oder nur mit Früchten. Ob Zabaglione- Eis (Weinschaumcreme), Ananas mit Chili oder Pistazieneis: Die hochwertigen Sorten überzeugen hier selbst Nicht-Eis-Fans – in dieser Eisdiele werden auch Kurse zum Selbst-Eisherstellen gegeben! Und mit einem Eis in der Hand endet mein Genuss-Kurztrip in Rom.

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TIPPS
Kulinarische Tour in Rom in 3-5 Stunden: http://tinyurl.com/zw2pcfb
Suppli werden als Antipasti serviert und sind eine Spezialität Roms und der Region Latium.

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