Alltag in Mailand unter der Madonnina


Text: Nicoletta De Rossi    •    Bilder: Harald G. Koch

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In Mailand fordert der Alltag viel Kraft, aber belohnt auch mit tausenden Eindrücken, innovativen Ideen und neuen Trends.

Mailand im Alltag: Wie lebt man in der italienischen Metropole? Milano war schon immer eine sprudelnde Quelle für neue Ideen und Trends. Ihre aufgeregte und aufregende Essenz lässt die Modehauptstadt Italiens und das Herz der italienischen Designszene nie richtig zur Ruhe kommen. Da die Autos früh am Morgen oft im Stau stehen, nimmt man gerne die öffentlichen Verkehrsmittel – auf einigen Linien noch ratternde historische orangenfarbene Straßenbahnen. Um schneller voran zu kommen, sind Verkehrsmittel wie das Motorrad oder das Fahrrad die beste Wahl. In der Innenstadt stehen zudem an vielen Ecken Leihfahrräder zur Verfügung. So nimmt das Heer der Zweiräder, die blitzschnell zwischen den Autos kreuz und quer fahren, ununterbrochen zu, obwohl die öffentlichen Verkehrsmittel bestens funktionieren und sogar günstig und pünktlich sind. In der Stadt der „Madonnina“ – so genannt nach der vergoldeten Statue der Madonna auf dem Dom –  haben sich die bekanntesten Designer aus der ganzen Welt niedergelassen. Jedes Schaufenster – und nicht nur im Goldenen Viereck der Mode – ist an sich schon ein ästhetisches Meisterwerk, und selbst die Verkäuferinnen stehen im Mekka der Mode bekannten Models vom Aussehen in nichts nach. Wenn man neue Anregungen in Sachen Mode, Design und Trends braucht, ist man hier am richtigen Platz! Im Zentrum schließt kein Laden vor 20 Uhr – sogar bis 21 und 22 Uhr kann man dort einkaufen.
Die Zeit wird in der produktivsten Stadt Italiens nie vergeudet, denn an jeder Ecke bekommt man neue Eindrücke und ist ständig mit Tausenden von Bildern konfrontiert.

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Die Zeit der Happy-Hour
Auch wenn die Metropole so viel bietet, fehlen einem oft die Zeit und die Kraft nach Feierabend etwas zu unternehmen, denn diese Stadt verlangt sehr viel Energie. Ein Ritual, auf das die Mailänder aber nur ungerne verzichten möchten, ist der Aperitif. Die Zeit der Happy-Hour bietet auch die Gelegenheit, soziale Kontakte zu pflegen. Stehend kann man sich einen Aperitif sogar am Domplatz in der traditionsreichen „Bar Zucca“ an der Galleria leisten. Zu Campari-Soda, Crodino, Ramazzotti oder dem Aperitivo della Casa gibt es in den meisten Lokalen am Tresen Snacks, Oliven, Nüsse, Parmigiano-Reggiano-Stücke, Häppchen aus Gemüse oder Salzgebäck. Oft handelt sich um eine echte Mahlzeit, so dass man danach keinen richtigen Appetit mehr hat! Eine besondere Kulisse erlebt man zum Aperitif auf der Dachterrasse im Kaufhaus „La Rinascente“ am Dom – mit Blick auf die zahllosen Zinnen und Türmchen des Mailänder Doms. Die Madonnina, von der untergehenden Sonne glänzend beleuchtet, bestätigt strahlend, dass Mailand immer eine Reise wert ist!

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TIPP
Vom Dach des Mailänder Doms aus genießt man ein fantastisches Panorama, bei klarer Sicht kann man sogar die Alpen bewundern! www.duomomilano.it

BUCHTIPP

„Mailand“ MERIAN momente
Von Kirstin Hausen
Mit herausnehmbarer Faltkarte
ISBN: 978-3-8342-1934-3
www.merian.de

MilanoCard:  www.milanocard.it 
Bikemi: öffentlicher Fahrradverleih der Stadt Mailand


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