Italien ist einmalig auf der Welt!


Text: Nicoletta De Rossi    •    Bilder: Comune di Parma

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Kultur, Geschichte und die vielen architektonischen Sehenswürdigkeiten: All das fasziniert Federico Pizzarotti, den Oberbürgermeister von Parma an Italien.

Warum übt Italien so eine große Faszination aus, habe ich Federico Pizzarotti, den Oberbürgermeister von Parma, gefragt. „Italien ist einmalig auf der Welt und sehr vielseitig: Denken wir an Städte wie Rom oder Venedig, aber auch an die zahlreichen mittelalterlichen Borghi, die verstreut über den ganzen Stiefel liegen“, antwortet er. Auch wenn Rom als Wiege der europäischen Geschichte dank seiner Schönheit seinesgleichen in Europa sucht, muss er doch an seine Heimatstadt Parma denken, die heuer 2200 Jahre alt wird. „Meine Stadt ist so groß wie ein Stadtviertel Roms, doch es ist ein Juwel in der Emilia, denn es bietet verschiedenste Sehenswürdigkeiten und eine exquisite Küche“, plädiert Pizzarotti leidenschaftlich.

Was würde der Oberbürgermeister dem deutschen Touristen empfehlen, der die Halbinsel schon gut kennt? Die meisten Touristen besuchen Norditalien und die Riviera Romagnola, meint er, aber sie sollten auch weiter bis nach Süditalien vordringen, denn der Süden bietet unvergleichbare Schönheiten und dazu eine große Gastfreundlichkeit. Den Touristen, die das erste Mal nach Italien kommen, empfiehlt Pizzarotti entschieden:
„Sie sollten nach Parma kommen: Wir sind gastfreundlich und lieben die Schönheit, die Kultur und den Genuss. Wir werden sie mit unserer Küche empfangen – heute ist Parma die einzige italienische Stadt, die zum UNESCO-Programm „Creative Cities“ für die Kulinarik gehört – und durch unsere zahlreiche Sehenswürdigkeiten faszinieren, wie das Teatro Farnese, den  Domplatz, den grünen Parco Ducale und die vielen mittelalterlichen Kirchen,“ erzählt er.

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Das Wort, das am besten Italien beschreibt, ist nach Pizzarotti, „poesia“, denn Italien ist auch ein Land der Dichter, und die Poesie drückt das Schöne und den Lebensgenuss am besten aus. Sein italienisches Lieblingswort ist aber „resilienza“: die Fähigkeit, die Schwierigkeiten zu ertragen, anzupacken und letztendlich zu überwinden: „Italien ist ein Land, das nie aufhört zu träumen und sich zu verbessern,“ fügt er hinzu.

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Federico Pizzarotti wurde 2012 zum jüngsten Oberbürgermeister von Parma gewählt. Er wird Mitte Juni wieder für die nächsten Kommunalwahlen in Parma kandidieren –  diesmal für die lokale Bewegung Effetto Parma, nachdem er 2016 die Bewegung 5 Stelle verlassen hat.

Auf die Frage, was das Bel Paese tun sollte/könnte, um sein touristisches Angebot zu verbessern, antwortet der Oberbürgermeister von Parma, dass man ein Netzwerk schaffen sollte, denn Italien ist heute noch das Land „dei campanili“, d.h. eines fast schon unerbittlichen Lokalpatriotismus. „Leider denkt jede Stadt, aber auch jede Region, auf der Halbinsel nur an sich selbst, wenn sie ihr eigenes touristisches Angebot fördert. Das verursacht Konkurrenz. Es ist dagegen notwendig, dass Italien sein Potenzial vereint in den Mittelpunkt stellt, indem es als Team mit einem gemeinsamen touristischen Angebot zusammenarbeitet. Wir sollten endlich aufhören, nur an uns selbst zu denken. Arbeiten wir zusammen, um Italien zu einem großen Faktor im touristischen Angebot werden zu lassen!“ bekräftigt Pizzarotti. In Parma ist diese Einstellung schon Realität geworden: Die Stadt arbeitet mit den benachbarten Städten, mit der Provinz und der Region Emilia Romagna eng zusammen. Vieles wurde bereits erreicht, denn die Stadt ist touristisch gesehen am stärksten in der ganzen Region. „Unser Ziel in fünf Jahren ist die 1 Mio-Marke an Touristen zu erreichen“, sagt der Oberbürgermeister mit einem Lächeln. „Parma ist nicht nur eine ganz alte, an Geschichte und Kultur reiche Stadt, Parma repräsentiert auch das italienische Food-Valley und kann mit einer nordeuropäischen Stadt bezüglich der Lebensqualität verglichen werden. Letztendlich lebt man hier sehr gut und hat ein lebendiges kulturelles Angebot! Daher besuchen Sie Parma!“