Das Hotel Sassongher in Corvara


Text: Nicoletta De Rossi    •    Bilder: Hotel Sassongher

Am Fuße des Sassonghermassivs blickt das Hotel Sassongher auf Corvara im Herzen
der Alta Badia und begeistert seine Gäste dank typisch ladinischer Gastfreundschaft.

Richtet man den Blick auf das Massiv des Sassongher, erkennt man gleich darunter auch das Fünf-Sterne-Hotel Sassongher. Das traditionsreiche Haus liegt genau unter dem beeindruckenden Berg auf 1.560 Metern Höhe in Corvara im ladinischen Tal Alta Badia. Als wir ankommen, heißen uns bunte Blumentöpfe an den Balkonen und ein unbeschreiblich reiner und blauer Himmel willkommen. Alles glänzt unter der Sonne, als hätte sich für unsere Ankunft herausgeputzt.
Acht Jahrzehnte Familiengeschichte prägen das Hotel, das sich im liebevoll eingerichteten alpenländischen Stil präsentiert: Jeder Flur des Hauses ist mit alten Möbeln bestückt, überall liegen farblich abgestimmte Handwerks- und Schmuckobjekte. An den Wänden hängen alte Bilder und Jagdtrophäen. Von alten Bauernhöfen wurden Stuben und Holz gekauft und im Hotel überall wieder verwendet, so dass alles nicht nur authentisch aussieht, sondern authentisch ist.
Auch die 52 Suiten und Zimmer sowie die vier Restaurants des Hauses sind nach traditionellem alpenländischem Geschmack eingerichtet. In den großzügigen, hellen Zimmern mit Möbeln, Accessoires und Boden aus Holz fühlt man sich sofort wohl: So kann durchaus passieren, dass man sich beim Ausgehen bereits nach der gemütlichen Atmosphäre des eigenen Zimmers sehnt. Von unserem Balkon aus genießen wir den großartigen Blick auf den Sassongher, der über das Hotel zu wachen scheint.
Ein bisschen entspannen möchten wir uns noch vor dem Abendessen. Im 500 qm großen Wellnessbereich hat man die Qual der Wahl: Den Gästen stehen ein 9 Meter langer Indoor-Pool, eine finnische Sauna, eine Dampfsauna, eine Wilderer-Sauna ein Whirlpool und ein Ruhebereich mit Relax-Liegen zur Verfügung – und hier wird auch eine Vielzahl von Behandlungen und Massagen angeboten. Draußen kann man auf der vom Wind geschützten Sonnenterrasse ein Sonnenbad nehmen. Besonders sportliche Gäste können auch vom großen, modern ausgerüsteten Fitnessbereich profitieren.

Der Tag neigt sich dem Ende entgegen, und der Sassongher strahlt jetzt rosa beim Sonnenuntergang. Im Hauptrestaurant mit holzverkleideten Wänden, Decke und Boden speisen wir in einer Ecke auf bequemen, blau bezogenen Bänken und genießen den großartigen Panoramablick auf die Berglandschaft über Corvara. Durch die exquisiten Gerichte des Chefkochs Alfio Sanna und das Servicepersonal werden wir richtig verwöhnt. Brot, Kuchen und alle Süßigkeiten sind hausgemacht, während die frischen Salate aus dem eigenen Bio-Garten kommen. In einer Nische steht eine Holzfigur vom Heiligen Urban, Patron des Weinbaus:

Ob man durch den Heiligen auf die große Weinkarte des Restaurants hindeuten will? Einen kurzen Blick werfen wir in die gemütliche „Jägerstube“, deren Einrichtung aus dem Jahre 1568 stammt, und die „Puppenstube“, wo man à la carte essen kann.
Am darauffolgenden Morgen lockt uns ein wolkenloser Himmel zum Wandern. Gestärkt durch das reichliche und leckere Frühstuck und mit ein paar Tipps im Rucksack starten wir unsere Wanderung, um die Bergwelt von Corvara zu entdecken.

Die Inhaber-Familie Pescosta erscheint bereits im Jahr 1296 in den Urkunden von Corvara. Alessandro Pescosta baute den Familienhof in den 30er Jahren zu einer Pension um, in den 70er Jahren entstand unter der Leitung seines Sohnes Richard und dessen Frau Rita das heutige Hotel Sassongher. Ihr Neffe Francesco Morini unterstützt sie bei der Führung des Hotels seit 2014.