Wer ist denn dieser Moschioni?


Text: Antonio De Vitiis und Susanne Wess    •    Bilder: Moschioni

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“Ich habe noch nie einen Wein von solcher Qualität getrunken …” Diesen Satz hat der berühmte Weinkritiker Robert Parker vor einigen Jahren über die Weine von Moschioni ausgesprochen.

Das Besondere an den Weinen von Moschioni ist, dass Michele Moschioni seine großen Rotwein in einem typischen Anbaugebiet für Weißweine produziert, und zwar bringt er allesamt Rotweine aus regionalen, Rebsorten hervor. Das Weingut befindet sich in Cividale del Friuli in der Provinz Udine. Hier baut Michele Moschioni zusammen mit seiner Familie großenteils die autochthonen Rebsorten Pignolo, Refosco dal peduncolo rosso und Schioppettino (auch Ribolla nera) an. Weder im Weinberg noch im Keller ist Michele bereit sich auf Experimente einzulassen: “Mit den Händen arbeiten”, das ist seine Philosophie. Er vergärt seine Weine mit Naturhefen, lässt sie lange in kleinen Barriquefässern reifen und nimmt keine Filtrierung vor.
Der Schiopettino 2011 Colli Orientali del Friuli DOP ist der einzige Wein aus dem Friaul, der auf dem Merano WineFestival 2017 mit der höchsten Auszeichnung, dem Award PLATINUM, geehrt wurde.
Frisch, komplex, samtweich und nach Würznoten duftend präsentiert sich dieser edle Tropfen, der einen langen Nachhall am Gaumen folgen lässt. Vielleicht müsste man diesen relativ jungen Wein noch zehn Jahre im Keller „vergessen“, um seine wahre Größe zu erkunden. Derzeit ist er der ideale Begleiter zu einem Kaninchengericht mit Wacholdersoße oder einem würzigen Zicklein.

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TIPP
Bei unserer Degustation durften wir ihn mit einer reichhaltigem Bohnen-Kohl-Eintopf und einem mit Rosmarin gewürzten Schweinebraten verkosten.


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