„In Italien geht mir das Herz auf“


Interview: Nicoletta De Rossi    •    Bild: Privat

Im Gespräch mit Anette Röckl, Redakteurin bei der Tageszeitung „Nürnberger Nachrichten“:
Ihre Begeisterung für die italienische Halbinsel ist ansteckend!

Ob bei einem Aperitif in der Bar auf der Piazza oder am Strand oder vor einem Schaufenster: „In Italien geht mir immer das Herz auf,“ sagt Anette Röckl mit einem entwaffneten Lächeln. Man spürt ihre Begeisterung für die Halbinsel nicht nur in ihren Worten, sondern auch in ihrer sonnigen Mimik. Egal was für ein Wetter man gerade erlebt, die Sonne geht bei der Nürnberger Redakteurin auf, wenn man über Bella Italia spricht. Deswegen überrascht uns nicht wirklich, dass sie Italien als „meravigliosa“ bezeichnet – und das Adjektiv benutzt sie korrekt und spricht es perfekt aus, denn die Nürnbergerin ist der italienischen Sprache mächtig. Sie studierte ein Semester in Florenz in der Toskana, wo sie sich am besten in Italien auskennt. Ihr italienisches Lieblingswort ist „allora“, denn damit ist es allen sofort klar: „Jetzt geht’s los!“
Schon lange hat sich die Redakteurin in Italien verliebt, bereits als sie als kleines Mädchen mit ihren Eltern am Strand im ligurischen Pietra Ligure den Urlaub verbrachte. „…die typischen Bagni und der Coccobello-Mann, was für eine fantastische Stimmung!“ erinnert sich Röckl und fängt dabei an, zu schwärmen. „In Ligurien habe ich später mein Herz in Sestri Levante für immer an die Bucht Baia delle Favole verloren,“ erzählt sie weiter. An Italien liebt sie aber auch das Essen „Lasagne, Pizza, Gelato: Alles schmeckt gut dort, vor allem aber die Coccoli aus der Toskana – traumhaft leckere frittierte Teigbällchen mit Stracchino und Schinken serviert!“ Über ihre musikalische Vorliebe zögert sie nicht einmal eine Sekunde bei der Antwort: Sie liebt alles aus dem Repertoire von Gianna Nannini, „vor allem die Songs Notti senza cuore und Scandalo“ – und bei dieser Auswahl bekommt jeder Gänsehaut.

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Anette Röckl, 1976 in Nürnberg geboren, ist seit 2006 Redakteurin bei den Nürnberger Nachrichten, zuständig für den Bereich „Gesellschaft“. Jeden Samstag erscheint in der Zeitung außerdem ihre Kolumne „Hallo Nürnberg“, in der sie den Wahnsinn des Alltags auf humoristische Art verarbeitet. Ein Best-of ihrer Kolumnen gibt es in dem Buch  „Meine Kneipen-Katze und ich“, erhältlich im NN-Lesershop

„Wie sind dann diese Italiener?“ fragen wir. Warmherzig und gastfreundlich sind sie ihrer Meinung nach. Sie haben einen gewissen Hang zum Dramatischen und Theatralischen, was sie nicht schlecht findet. „Die Meisten von ihnen zeigen auch eine sehr gute Haltung und ein selbstbewusstes Auftreten,“ merkt sie an. Und ob Italiener etwas Besseres machen sollten? „Ja, früher Abendessen gehen,“ lacht sie. „Allora, andiamo!“