Die Valle dei Templi im sizilianischen Agrigent


Text und Bilder: Nicoletta De Rossi

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Pures Staunen ruft ein Spaziergang durch die Geschichte des alten Akragas auf Sizilien hervor: Die Valle dei Templi in Agrigent muss man gesehen haben! 

Eine unwiderstehliche Faszination übt das Tal der Tempel (Valle dei Templi) in Agrigent, das seit 1997 UNESCO-Kulturerbes ist, auf seine Besucher aus. Die vielen antiken Tempel haben auch mich in ihren Bann gezogen.
Mit dem Bus fahre ich in dieses einzigartige Tal hinein und sobald ich die archäologische Stätte eintrete, wird meine Bewunderung einfach grenzenlos.
Der archäologische Park befindet sich hier in atemberaubender Lage und mit Blick auf das blaue sizilianische Meer unterhalb der modernen Stadt. Unglaublich ruhig ist es heute hier, trotz der vielen Besucher: Unwillkürlich verstummt jeder vor den antiken Tempeln, denn hier kann man nur noch staunen. Erst beim Besuch dieses bezaubernden UNESCO-Kulturerbes wird jedem bewusst, wie lange diese gigantischen Bauten schon da stehen und der Zeit, der Geschichte, den Menschen und dem Wetter trotzten.

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Das alte Akragas
Das alte Akragas wurde 581 v. Chr. gegründet und um 520 v. Chr. wurde der älteste Tempel, der Tempio di Ercole, errichtet. Vom Anblick des imposanten Concordiatempels (Tempio della Concordia) kann man nie genug  haben: Um ein Bild ohne Menschen aufzunehmen, muss man viel Geduld haben und den richtigen Augenblick abwarten. Der besterhaltene griechische Tempel Siziliens ist ein Juwel der dorischen Architektur aus dem 5. Jh. v. Chr. Wie konnte dieser Gigant mit 34 Säulen uns so viele Jahrhunderte erhalten bleiben? Seinen Zustand verdankt er seiner Konversion zu einer christlichen Kirche im 7. Jh. n. Chr. Erst 1788 wurde ihm seine antike Form wieder zurückgegeben: Seine Eleganz und seine perfekten Proportionen sind heute noch so beeindruckend, dass man bewundernd verstummt.

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TIPP
Der Garten der Götter
Im Herzen des Tals der Tempel erstreckt sich der 5 ha große Garten Giardino della Kolymbetra, der von FAI (Fondo Ambiente Italiano) verwaltet wird. Hier kultiviert man unter anderem Orangen, Zitronen, Mandeln, Oliven- und Johannisbrotbäume. www.visitfai.it

Valle dei Templi
www.lavalledeitempli.it

Im Tal der Tempel stehen noch weitere Tempel, wie beispielsweise der zwischen 440 und 460 v. Chr. gebaute Tempel von Hera (Tempio di Giunone) oder die Ruinen des enormen Tempels von Olympischen Zeus (Tempio di Giove) im westlichen Tempelbereich.


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