Ein Wochenende auf den Pontinischen Inseln


Text: Nicoletta De Rossi   •   Bilder: Harald G. Koch und Nicoletta De Rossi

Ponza vom Il Gabbiano NDR_2

Was tun an einem verlängerten Wochenende auf der Insel Ponza und den Nachbarinseln des pontinischen Archipels? Ein paar Tipps, um diese kleine Inselgruppe im Latium zu entdecken.

Freitag (Ankunft)
Versuchen Sie die erste Fähre nach Ponza zu nehmen, um den Tag in vollen Zügen zu genießen. Lassen Sie sich vom geruhsamen Tempo der Insel verführen und gönnen Sie sich ein caffè auf der Piazzetta, um „anzukommen“. Anschließend machen Sie einen Spaziergang auf dem Corso Pisacane, der Flaniermeile der kleinen Stadt, über dem Hafen. Einen Vorgeschmack des wunderbaren Meeres um diese Insel bekommen Sie schon am Strand Sant’Antonio und am Belvedere über der Bucht Chiaia di Luna. Hier genießt man einen fantastischen Blick auf das offene Meer und auf die unbewohnte Nachbarinsel Palmarola. Ein besonderes Panorama hat man auch an einem eher ungewöhnlichen Ort auf der Insel: vom Friedhof, der auf einem Hügel auf den Resten einer antiken römischen Villa liegt.
Am frühen Nachmittag können Sie ein Shuttleboot zum Strand nach Frontone nehmen und in wenigen Minuten sind Sie dort: Hier stehen Sandstrand und Felsen für Wasserratten zur Verfügung. Vom Strand aus führt ein Weg nach oben zum Museo Etnografico: In einer Grotte wurden unzählige typische Utensilien der lokalen Bauern und Fischer gesammelt. Nebenan genießt man eine einfache typische Küche unter einer schattigen Laube mit traumhaftem Blick auf Ponza und die Bucht.

Ponza vom Boot aus NDR_2

Möchte man lieber wandern, kann man vom Corso Pisacane im Zentrum Ponzas aus bis zum Monte della Guardia oder zur Ortschaft Il Fieno hinauf wandern – über den Stadtteil Scotti di Basso. Im Frühling verwandeln sich die Hänge der Insel in ein gelbes Meer aus Ginster.
Neigt sich der Tag dem Ende zu und geht die Sonne langsam hinter den Hügeln unter, füllt sich die Piazzetta nach und nach. Alt und Jung treffen sich hier zum obligatorischen Aperitif und zum folgenden Abendessen bei Gino in seinem Ein-Stern-Restaurant „Aquapazza“, um den Abend beginnen zu lassen. Danach trifft man sich wieder auf der Piazzetta oder am Hafen – aber aufgepasst, die Nacht ist lang auf

Samstag (der Tag am Meer)
Treffpunkt am darauf folgenden Tag ist wieder auf der Piazzetta zum Frühstück. Je nach Wetterlage entscheidet sich spontan, was man tun möchte: einen organisierten Bootsausflug auf der bezaubernden unbewohnten Insel Palmarola oder eine Rundfahrt Ponzas, um die vielfältige Küstenlandschaft dieser Insel zu entdecken. Wer nicht nur schwimmen oder schnorcheln will, sondern auch eine tolle Wanderung machen möchte, der entscheidet sich für den Bootstrip zur kleinen Insel Zannone: ein echtes Paradies für Naturliebhaber! Bei der Cooperativa Barcaioli ist man gut aufgehoben: Informieren Sie sich rechtzeitig über die Ausflüge des Tages! Bei den Ausfahrten gibt es auch viele Stopps, um ins türkisblau klare Wasser zu springen, und der Kapitän gibt Informationen und Kuriositäten zu den Inseln preis – Taucher dagegen wählen am besten einen Ausflug mit dem Boot des Diving Center.

Bis 17 Uhr kommen alle Boote wieder zurück in den Hafen Ponzas. Frisch geduscht und herausgeputzt trifft man sich wieder auf der Piazzetta: Es ist die obligatorische Zeit für einen Aperitif. Wenn man im B&B Villa Il Gabbiano übernachtet, nimmt man hier noch den Aperitif beim unvergesslichen Sonnenuntergang mit romantischem Blick auf die Insel Palmarola. Zum Abendessen gehen Sie diesmal ins Restaurant „A Casa di Assunta“: Hier erwarten Sie nicht nur die schmackhafte Küche der Küchenchefin Assunta, sondern auch ein traumhafter Blick auf die Bucht von Ponza. Später nehmen Sie sich noch die Zeit für einen Absacker am Hafen und einen romantischen Spaziergang bis zur Mole des Leuchtturms.

Sonntag (Abfahrt)
Am letzten Tag organisieren Sie sich so, dass Sie die letzte Fähre zum Festland nehmen, um die Insel, in die Sie sich schon verliebt haben, noch lange genießen zu können. Nehmen Sie den Bus oder mieten Sie einen Scooter und fahren Sie auf die andere Seite der Insel, in die Ortschaft Le Forna: Hier können Sie sich zu den Piscine hinunter begeben und in der Sonne auf den Felsen liegen. Möchten Sie noch den letzten Zipfel der Insel sehen? Fahren Sie bis zur Cala Gaetano:

Sie werden dort mit einem fantastischen Panorama belohnt! Wollen Sie vielleicht in einem urigen Restaurant am Meer und mit Blick auf die Bucht Cala Feola zu Mittag essen? Der Spaziergang und die Treppen hinunter bis zum Restaurant La Marina lohnen sich auf jeden Fall.
Das Wochenende auf Ponza ist bald zu Ende, aber diese Liebe sicher nicht. Kein Grund, um traurig Abschied zu nehmen: Wir sind sicher, Sie werden den pontinischen Archipel bald wieder besuchen!