Mantegna und Bellini in Berlin


Text: Sylvia Pastres   •   Bilder: Schau „MANTEGNA und BELLINI – Meister der Renaissance“
Aufmacher-Bild: © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

MANTEGNA und BELLINI
Meister der Renaissance
01.03.2019 bis 30.06.2019
Gemäldegalerie
Foto: David von Becker

Mantegna und Bellini: Die beiden Meister der italienischen Renaissance waren Freunde und Rivalen. Sie schöpften Inspiration voneinander, und bewunderten und kopierten sich gegenseitig. Die Schau in der Berliner Gemäldegalerie bietet den Besuchern die Möglichkeit, einige Meisterwerke der beiden Maler mit dem gleichen Thema nebeneinander zu bestaunen. Mantegna und Bellini waren Schwäger, weil der Maler und Druckgraphiker Andrea Mantegna 1452/3 in die venezianische Familie Bellini einheiratete – eine der führenden Künstlerfamilien in der Lagunenstadt. Mantegnas spektakuläre Bilderfindungen und sein Interesse an der klassischen Antike hinterließen einen tiefen Eindruck bei seinem vermutlich jüngsten Schwager Giovanni Bellini. Aber auch Bellini beeinflusste Mantegnas Schaffen: Zehn Jahre lang arbeiteten sie zusammen, dann zog Andrea 1460 nach Mantua, wo er bis zu seinem Tode Hofmaler der Fürstenfamilie Gonzaga blieb. Giovanni dagegen verbrachte sein ganzes Leben und seine gesamte Künstlerkarriere in seinem Venedig. Dank der unterschiedlichen Umgebungen entwickelten sich ihre Stile sehr verschieden, und trotzdem kann man immer wieder in ihren Werke Spuren ihres Austausches erkennen. In der Berliner Ausstellung werden die Unterschiede und die Ähnlichkeiten durch reizvolle Gegenüberstellungen besonders hervorgehoben.

MANTEGNA und BELLINI – Meister der Renaissance

Wo:
in der Gemäldegalerie, Matthäikirchplatz in Berlin

Wann:
bis zum 30. Juni 2019

Die Schau „Mantegna und Bellini – Meister der Renaissance“ wird von Caroline Campbell (National Gallery, London), Dagmar Korbacher (Kupferstichkabinett – Staatliche Museen zu Berlin), Neville Rowley (Gemäldegalerie und Skulpturensammlung – Staatliche Museen zu Berlin) und Sarah Vowles (British Museum) kuratiert.