Zu Gast im Ristorante Selvatico


Text & Bilder: Nicoletta De Rossi

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Im lombardischen Rivanazzano Terme in der Region Oltrepò Pavese ist die Küche des traditionsreichen Ristorante Selvatico an sich schon eine Reise wert: Seit 50 Jahren verwöhnt Frau Piera ihre Gäste mit ihren Leckerbissen.

Es brutzelt, dampft, kocht und gart in der Küche des Restaurants Selvatico in Rivanazzano Terme in der Provinz Pavia. Frau Piera gibt ihren jungen Assistenten Chiara, Sebastiano und Riccardo die letzten Anweisungen, um die Teller mit den Blumen schön zu garnieren, während sich Tochter Michela mit den leckeren selbstgemachten Kuchen beschäftigt. Seit 1912 ist das Restaurant in dieser Gegend der Region Oltrepò Pavese für seine exquisite Küche bekannt. Inhaberin Piera Spalla Selvatico ist die Seele des Restaurants, dessen Küche sie seit 50 Jahren führt. Ob sie auch uns überzeugen wird?

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Leckere Gerichte mit lokalen Produkten
Pieras Kreationen schmecken nach der Ebene, den Hügeln und den Gewässern des Oltrepò, denn hier genießt der Gast eine wohlschmeckende Küche aus traditionellen Gerichten. Salami aus Varzi, Gänseleberpastete oder Gnocchi aus Kürbis und Kastanien, Wild mit Polenta aus auf Stein gemahlenem Mais Otto File, Tajarin mit lokaler Weißtrüffel oder gefülltes Perlhuhn und Vieles mehr gehören zur Speisekarte des Restaurants. Einige Spezialitäten kann man hier nur saisonal kosten: Im Frühling bekommt man beispielweise Gnocchi aus Borretsch und Ricotta-Käse, im Winter dagegen werden öfters Alpkäsesorten serviert. Die Backstube ist das unbestrittene Reich von Tochter Michela, die Brot mit Rosinen, Nüssen, Radicchio und Bauchspeck oder ein Halbgefrorenes mit Ingwer und einen Pudding aus Kastanien zaubert. Pieras andere Tochter Francesca und Schwiegersohn Sergio erklären uns inzwischen die Tagesspeisekarte und empfehlen ein paar regionale Weine. Wir lassen uns durch Signora Pieras Menüauswahl überraschen. Das Ergebnis ist unvergesslich, und kein einziger Gang verlässt den Tisch ohne besonderes Lob – wir sind uns alle einig: Dieses Menü ist eine Reise wert! Da einige den typischen Montébore-Käse (Slow-Food-Präsidium) nicht kannten, zeigt uns Frau Piera einen Laib und erzählt, dass Leonardo da Vinci 1489 in seiner Rolle als Zeremonienmeister genau diesen Käse zur Hochzeit Isabellas von Aragón auswählte.

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Neben dem Restaurant gibt es auch ein kleines Hotel mit liebevoll eingerichteten Zimmern und einladenden gemeinsamen Räumen.
www.albergoselvatico.com

Frau Piera gehört zur „Alleanza Slow Food dei Cuochi“: Die dazugehören Köche schützen die Biodiversität der Lebensmittel weltweit.
Alleanza Slow Food dei Cuochi

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